Pssst…..

Eigentlich habe ich ja eine strikte Anweisung vom Skipper, nichts zu verraten. Zu viele Pressegespräche und Medienanfragen könnten unseren Zeitplan zusätzlich zum Wetter durcheinander bringen. Aber ich kann meinen Mund nicht halten…

Auch sind alle Beweisfotos vom Skipper eingezogen worden, die unsere Sichtung des Ungeheuers von Loch Ness, genannt Nessi, hätten beweisen könnten. Daher an diese Stelle nur eine Erinnerungszeichnung, die ich in aller Schnelle anfertigen konnte.

Ihr könnt euch vorstellen, die Aufregung an Bord war groß und auch die Enttäuschung, nicht über unsere Entdeckung sprechen zu können. Also bitte verratet mich nicht, dass ich es Euch trotzdem erzählt habe…

Die weitere Fahrt durch Loch Ness verlief ereignislos. Leider war es auch eine reine Maschinenfahrt, da der Wind mal wieder äußerst ungleich verteilt war. Auf See Sturm und im Binnenland Flaute. Unsere Etappe endete dann am Abend in der Caley-Marine in Inverness, kurz vor den letzten Schleusen, die uns zur Nordsee bringen sollen.

Nach den Tagen der Kanalfahrt waren wir dann froh, die letzte Schleusentreppe und die Seeschleuse zu passieren und wieder in salzigem Wasser zu schwimmen. Die Nordsee empfing uns mit einem schönen Segelwind, der auch notwendig war, denn die Tagesetappe sollte uns noch bis nach Faserburgh führen, eine Reise von 80 Seemeilen. Unsere Ankunft im Fischereihafen war dann schon in der Nacht. Gekocht wurde unterwegs unter erschwerten Bedingungen bei einer Schräglage von sicher 30%.

Nach einem Anlegeschluck ging es dann ins Bett und am nächsten Morgen gleich weiter nach Peterhead, von wo aus wir eine gute Ausgangsposition für die anstehende Querung der Nordsee haben. Eine kurze Etappe von nur 15 Seemeilen, die es aber in sich hatte.

In Peterhead hatten wir dann am Nachmittag Zeit, um uns für die anstehende Querung der Nordsee noch zu verproviantieren und auch Zeit, ein wenig durch die typische schottische Hafenstadt zu bummeln.

Morgen geht es also los. 380 Seemeilen Richtung Helgoland. Zeitdauer ca. 60 bis 80 Stunden, wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt. Die Vorhersagen sind jedenfalls gut. Drückt die Daumen!

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