Von Stockholm nach Nynäshamn

Samstag, 25. Juli 2015
Hafentag

Heute war es soweit! Eine kleine Familienzusammenführung! Franzi und Konstantin kamen heute mit dem Ryanair-Flieger aus Weeze und einer 70-Minuten Busfahrt in Stockholm an. Juhuuu! Sie bleiben für eine Woche bei mir auf dem Boot. Wir wollen gemeinsam durch die südlichen Stockholmer Schären cruisen.

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Bevor es aber soweit war, bin ich noch ein wenig durch den Königspalast gebummelt. Viele der Räumlichkeiten, die man besichtigen kann, werden noch für offizielle Anlässe genutzt. Das letzte Mal – mit mindestens europaweiter Beachtung – zur Hochzeit von Prinz Carl Philip und Sofia in Juni dieses Jahres. Daher wirkt auch dieses Museum sehr lebendig und gar nicht so, als wenn es ein Museum wäre. Viele der Räumlichkeiten (Spiegelsaal etc.) haben das Schloss in Versailles zum Vorbild. Dies ist einem der schwedischen Könige zu verdanken, der eine ausgeprägte Liebe zu Frankreich hatte. König Gustav III.

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Als dann Franzi und Konstantin da waren, fing es leider bald danach an Bindfaden zu regnen. Wir konnten uns daher leider nicht mehr aus dem Boot herausbewegen. Nur zu einem Einkauf für die nächsten Tage haben wir es noch geschafft.

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Für Morgen haben wir eine geführte Radtour durch Stockholm gebucht. Hoffentlich ist das Wetter dann besser!

Sonntag, 26.Juli 2015
Hafentag

Pünktlich zu gebuchten Radtour kam dann die Sonne ein wenig hervor. Um 10:00 Uhr ging es dann los durch den Stockholmer Verkehr, der im Juli nicht sehr dicht ist. Die Stockholmer haben Ferien und sind mit ihren Familien in ihren Sommerhäusern in den Schären. Unser Guide erzählte uns auch, dass in manchen Branchen (z.B. Krankenhäuser) Prämien von bis zu einem Monatsgehalt gezahlt werden, wenn die Angestellten ihren Jahresurlaub in den Herbst legen.

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Was ich bis dato auch nicht wusste, dass früher bei Hofe neben französisch auch Deutsch gesprochen wurde. Schwedisch wurde nur von den „einfachen“ Stockholmern gesprochen. Auch findest man in der Gamla Stan (Altstadt) eine deutsche Kirche mit einer noch aktiven deutschen Gemeinde.

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Nach dem geführten Teil der Tour haben wir dann noch die Räder behalten sind noch in den Djurgård geradelt. Den Tiergarten. Wie auch in Berlin, ist das auch in Stockholm die grüne Lunge der Stadt und ein beliebtes Ausflugsziel der Stockholmer. Ein schönes blaues Tor ziert die Einfahrt in den Park, der auch einen Zoo beherbergt.

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Bevor wir dann morgen Stockholm verlassen, habe ich noch die Gewinner meines Rätsels mit eine Postkarte beglückt. Frauke aus Fröndenberg, Annette aus Köln und Jörg aus Voerde. Carolin aus Bielefeld fehlt noch. Die Karte geht dann in den nächsten Tagen auf den Weg.

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Eigentlich war die Zeit in Stockholm zu kurz. Das Wasamuseum, insbesondere für einen Segler eigentlich ein „Muss“ bei einem Stockholmbesuch, habe ich leider nicht besucht. Für Freunde der aufregenden Fahrgeschäfte (ich bin keiner derer) muss der Gröna Lund Park auf dem Programm stehen. Achterbahnen, Freefalltower und ein Kettenkarusell in schwindelerregenden Höhen warten auf die Besucher. Und viele weitere Museen für
Kunst-, Kultur- und Geschichtsfreunde warten…

Montag, 27. Juli 2015
21 Seemeilen

Bei unserer abschließenden Rundfahrt auf eigenem Kiel durch den Stockholmer Hafen sind wir dann noch auf einem Kreuzfahrer der Reederei Costa aus Italien getroffen. Die Costa Flavolosa lag im Hafenbecken auf Reede, also vor Anker.

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War dies nicht die Reederei, deren Schiff den Felsen einer italienischen Insel gestreift hatte? Hoffentlich navigiert der Kapitän der Costa Flavolosa nicht so leichtsinnig wie sein Kollege an der Insel Gilio in Italien. Felsen liegen hier ja genug herum…

Unser Weg aus Stockholm heraus führte uns dann durch einen schönen Sund, der an seiner schmalsten Stelle nun ein paar Meter breit ist. Links und rechts wieder herrliche Häuser und zwischen durch auch mal kleine niedliche…

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Gelandet sind wir dann auf der kleinen und unbewohnten Insel Lila Husarn vor Heckanker an einem Felsen. Ich glaube schon jetzt, dass ich diese Art anzulegen in Holland vermissen werde…

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Dienstag, 28. Juli 2015
26 Seemeilen

Vor der Abfahrt von unserem Ankerplatz sind wir noch über die Insel gekraxelt. Man hat den Eindruck, dass noch niemand vor uns hier war. Wege sind jedenfalls keine zu finden. Aber Glücklicherweise kann man sich bei der Inselgröße nicht verlaufen. Mehrere große Ameisenhaufen, Moos, Flechten und Blaubeeren zeugen von einer intakten Natur, so jedenfalls mein laienhafter Eindruck.

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Heute Abend wollten wir (also die Kinder) dann wieder in einen Hafen. Duschen sind bei den jungen Leuten sehr gefragt…. Also haben wir uns aufgemacht in Richtung Nynäshamn. Der Wind passte für dieses Ziel hervorragend. Östliche Richtung, Stärke 3 bis4. Für eine Etappe in Richtung Südwesten perfekt 🙂 Dabei kamen wir auch an einem markanten Monument vorbei. Der Anker auf einer Steinsäule in Älvsnabben soll an den Eintritt des Königs Gustav Adolf II in den 30-jährigen Krieg erinnern.

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Von Nynäshamn starten auch Schnellfähren nach Gotland. Mit 26 Knoten Geschwindigkeit schaffen sie die Strecke in etwar mehr als 3 Stunden! Sehen ja auch recht schnittig aus.

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In Nynäshamn konnte ich dann auch wieder einen Blick auf die große Lümmel werfen. Frauke und Andreas, die ich schon in Polen kennen gelernt habe, sind auch heute aus Richtung Süden hier angekommen und lassen ihr Schiff für eine Stippvisite in der Heimat hier zurück. Bei der einen oder anderen Dose polnischen Bieres, haben wir Erfahrungen der letzten Wochen ausgetauscht.

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3 Gedanken zu “Von Stockholm nach Nynäshamn

  1. Annette

    Hej hej!
    Die schwedische Post ist ja schneller als ihr Ruf! Kaum hast du die Postkarten in Stockholm in den Briefkasten gesteckt, schon ist die Post in Köln angekommen! Lieben Dank! 😉
    Hej då und Trevligt resa! Tschö und gute Reise noch durch die Schären!
    Annette

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  2. Martin Höfer

    Hallo Rainer,
    meine Frau und ich beneiden Euch um Eure Zeit in Stockholm! Die Gamla Stan ist uns noch in besonders schöner Erinnerung… Schade, dass Du es nicht ins Wasa-Museum geschafft hast, das ist schon imposant! Naja, so hast Du wenigstens einen Grund, nochmal nach Stockholm zu müssen. 😉
    Ha det bra! Eine schöne Zeit noch mit Deinen Kindern!
    Gruß
    Martin

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