22.7.2014 Norderney nach Helgoland

58 Seemeilen, 13 Stunden

Helgoland. Die einzige deutsche Hochseeinsel. Und Lümmel. Werden wir dort ankommen?! Nun ist es für viele (Nordsee-)Segler sicher ein Standardereignis mal eben rüber zu machen. Zigaretten und Schnaps kaufen, einen Eierpunsch trinken und wieder retour. Für Wolfgang und mich aber schon ein Ereignis. Für Lümmel sowieso, ist sie doch nur 7,78 lang. Für den Reisetag und auch den geplanten Weiterreisetag Richtung NOK ist die Wetteraussicht gut. Naja, teilweise. Wind 4 bis 5 ist ok, allerding aus der nicht so optimalen Richtung NE.Genau da wollen wir ja hin. Also wird es wohl eine Kreuz werden…

Bevor es losgeht, möchte ich noch meinen Dieselvorrat auffüllen. Meine Stegnachbarn befragt, wo denn eine Tankmöglichkeit ist, bekomme ich zur Antwort: „Tanken bevor es nach Helgoland geht? Da ist Diesel doch so preiswert!“. Naja, stimmt schon. Aber ich habe mir zur Angewohnheit gemacht, immer dann zu tanken, wenn es eine Gelegenheit gibt. Man weiß ja nie, insbesondere bei der „Jungfernfahrt“ nach Helgoland!

Nach dem Befüllen meines Ersatzkanisters geht es dann gegen 11 Uhr zur halben Tide bei ablaufendem Wasser durch das Dovetief los. Etwa 2 Stunden früher als der Hafenmeister für Helgoland empfiehlt. Da ich mir gerne noch die Option Cuxhaven offen halten möchte (falls der Wind doch noch auf NW dreht ;-), gehen wir früher los, damit wir für diesen Fall später in der Elbmündung den Strom nicht gegen uns haben.

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Im Dovetief haben wir Wind und später auch die Strömung gegen uns. Kommen aber mit 3 Knoten über Grund recht gut voran. Nach eineinhalb Stunden können wir dann bei NE 4-5 das Groß mit 1. Reff und die Genua setzen. Erfreulich ist dann, dass der Wind ein wenig nördlicher als NE kommt und wir in einem Schlag hoch am Wind 70° anlegen können und bis rund 4 Meilen südlich des Endes des Verkehrstrennungsgebiet (sowas wie eine Autobahn für Schiffe) German Bight segeln. Nach einem Holeschlag Richtung NNW bis dicht ans VTG heran gehen wir wieder auf ENE-Kurs um unser zwischenzeitlich festgelegtes Alternativziel Cuxhaven, besser gesagt die Elbmündung anzusteuern. Dabei geht es dann auch durch eine Reede, wo einige Pötte vor Anker auf Ladung warten.

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Aber leider lässt dann der Wind nach, dreht auf ENE, so dass plötzlich Helgoland wieder das besser erreichbare Ziel ist, dass wir dann auch in der Ferne winken sehen.

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Kurzum beschließen wir dann doch Kurs Nord anzulegen und dem Winken der deutschen Hochseeinsel folgen. Es wird eine schöne Fahrt in den Abend und die Nacht. Bei moderatem Segelwind, einem herrlichen Sonnenuntergang und einer interessanten Nachtansteuerung unseres „Traumziels“ Helgoland.

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