25.7.2014 Rendsburg nach Wendtorf

45 Seemeilen, 10 Stunden

Bevor es heute im NOK weitergehen sollte, war noch ein Blick in den Motorraum fällig. Öl kontrollieren und einfach mal Gucki-Gucki machen, ob denn alles in Ordnung ist. War es natürlich nicht! Ich wusste schon seit längerem, dass eine Dichtung am Kühlwasser- und Abgasauslass am Motorblock eine kleine Undichtigkeit hatte. Die Dichtung hatte ich auch schon an Bord. Aber aus der kleinen Undichtigkeit war dann wohl nach der 11-stündigen Motorfahrt gestern doch ein so großes Leck geworden, dass wir ca. 3,5 Liter Wasser-Ruß-Gemisch aus der Motorbilge per Vakuumpumpe entfernen müssten. Alles fachgerecht beim RVS entsorgt, 1 € pro Liter. Nun stellte sich natürlich die Frage: Jetzt die Dichtung wechseln? Wir haben uns dagegen entschieden und lassen uns noch etwas Arbeit für den Winter…

Dann ging es weiter im Kanal, der auf der 2 Hälfte der Strecke doch ein wenig reizvoller und flussähnlichern ist. Dies liegt wohl daran, dass der NOK hier teilweise das alte Flussbett der Eider nutzt. So vermuten wir.

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Bei der Vorbereitungen auf unseren Törn hatte ich in diversen Foren gelesen, dass man mit doch erheblichen Wartezeiten an der Schleuse in Kiel-Holtenau zu rechnen hätte. Von 3, 4 gar 5 Stunden war die Rede. Da müssen wir wohl wieder richtig Glück gehabt haben. Kurz vor der Schleuse wurden wir noch von 2 Großen überholt und ich sagte noch zu Wolfgang: „Pass auf, wir können gleich direkt hinter denen in die Schleuse einfahren“. So war es dann auch. Erst unmittelbar vor dem Schwimmponton in der Schleuse musste ich Gas wegnehmen. Was ein Glück!

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Über die Leiter zum Kiosk gekraxelt, bezahlt und einen ersten Blick auf die Ostsee erhascht. Tolles Gefühl!

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Die Pflicht war nun erfüllt. Wir hatten Ostseewasser unter dem Kiel. Alles was jetzt noch kommen sollte, war die Kür.

Nach der Ausfahrt aus der Schleuse kam natürlich die Frage auf, welches Ziel anzusteuern sei. Ich hatte überlegt, bei wieder mal NE-Wind, entweder noch nach Bagenkop oder nach Heiligenhafen zu gehen. Abhängig davon, welches Ziel sich bei den konkreten Windbedingungen einfacher und direkt hätte anlegen lassen. Also erstmal raus aus der Förde Richtung Kiel-Leuchtturm und dann entscheiden. Die Entscheidung fiel dann auf Wendtorf… Wir hatten schon 3 Stunden gebraucht, um beim NE 4-5 aus der Förde raus zu kreuzen und wollten uns keine Kreuz für weitere 4 bis 5 Stunden mit müden Beinen und in die Nacht hinein antun. Lieber am nächsten Morgen Zeitig raus, dafür aber frisch und wach.

Belohnt wurden wir dann in Wendtorf mit einem Feuerwehrfest mit Höhenfeuerwerk und Rasen auf dem Steg. Sagenhaft! Ob der auch regelmäßig gemäht wird?

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